I CSU-Leitlinien vs. Kittenrainers Praxis

CSU-Leitlinien vs. Kittenrainers Praxis in Bayrischzell

Was passiert, wenn man die offiziellen Leitlinien der CSU-Landespartei neben das tatsächliche Handeln ihres Bürgermeisters in Bayrischzell legt? Ein systematischer Abgleich zeigt: Kittenrainer handelt nicht nur gegen das Gemeinwohl – er handelt gegen die erklärten Ziele seiner eigenen Partei. Was sich ändern muss, steht in den 10 Forderungen.

1. Digitalisierung: „Highspeed für alle" vs. „Highspeed für mich"

Söders CSU-Linie

Markus Söder propagiert seit Jahren die Digitalisierung „bis an jede Milchkanne". Das Ziel ist eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur, um den ländlichen Raum wettbewerbsfähig zu halten.

Kittenrainers Praxis

Er hat sich den Glasfaseranschluss mit staatlichen Fördermitteln priorisiert an den eigenen, abgelegenen Hof legen lassen, während der Kernort und andere Betriebe im Funkloch verharren.

Einordnung: Das ist das Gegenteil von „Gleichwertigen Lebensverhältnissen". Kittenrainer nutzt die Digitalisierungsstrategie der CSU zur privaten Vorteilsnahme, statt den öffentlichen Auftrag zu erfüllen.

2. Ländlicher Raum: „Lebendige Dörfer" vs. Infrastruktur-Kahlschlag

Söders CSU-Linie

Die CSU will die „Heimat Bayern" bewahren, indem Nahversorgung – Apotheken, Banken, Post – im Dorf bleibt. Söder betont oft, dass Bayern nur stark ist, wenn die Dörfer lebendig bleiben.

Kittenrainers Praxis

Unter seiner Ägide sterben die Strukturen in Bayrischzell: Apotheke weg, Bank weg, Post weg. Er verwaltet den Niedergang, statt aktiv gegenzusteuern.

Einordnung: Während Söder „Heimatstrategien" entwirft, führt Kittenrainers Desinteresse am Gemeinwohl zur Entkernung des Dorfes. Das schadet dem Markenkern der CSU als „Kümmerer-Partei".

3. Amtsverständnis: „Modernes Management" vs. Selbstbedienung

Söders CSU-Linie

Söder legt Wert auf Professionalität und Effizienz – „Modernes Bayern". Ein Bürgermeister soll ein moderner Manager seiner Gemeinde sein.

Kittenrainers Praxis

Er lässt sich ein Vollzeit-Gehalt (A13/A14) aus Steuergeldern zahlen, während er gleichzeitig massivste EU-Agrarsubventionen (78.074 €) für seinen privaten Hof einsammelt. Zudem rühmt er sich öffentlich damit, sich „im Amt zu erholen".

Einordnung: Das widerspricht dem Leistungsprinzip, das die CSU immer wieder einfordert. Die Kombination aus Vollzeit-Besoldung und privaten Groß-Subventionen wirkt wie der alte „Amigo-Filz", den Söder – zumindest öffentlich – hinter sich lassen will.

4. Politische Kultur: „Liberalitas Bavarica" vs. Klima der Angst

Söders CSU-Linie

Söder beschwört oft das Miteinander und die bayerische Gemütlichkeit – Liberalitas Bavarica: leben und leben lassen.

Kittenrainers Praxis

Ein autokratischer Führungsstil, bei dem Kritiker „fertiggemacht" werden und eine Atmosphäre der Angst herrscht. Wer Fragen stellt, wird zum Problem erklärt – dokumentiert in der Stellungnahme zur Anonymität.

Einordnung: Ein Bürgermeister, der wie ein „Dorf-Despot" agiert, zerstört den sozialen Zusammenhalt, den die CSU als staatstragende Partei schützen will. Sein Verhalten ist „unbayerisch" im Sinne der christlich-sozialen Werte.

5. Wohnraum: „Zukunft für junge Familien" vs. Spezl-Wirtschaft

Söders CSU-Linie

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Einheimische und junge Familien ist ein Kernziel der bayerischen Staatsregierung.

Kittenrainers Praxis

Während für „Spezl" Luxus-Residenzen im Außenbereich genehmigt werden, finden junge Bayrischzeller keinen bezahlbaren Wohnraum und müssen abwandern.

Einordnung: Kittenrainer betreibt Klientelpolitik statt Zukunftsplanung. Er blockiert die Entwicklung, die Söder für den Erhalt der bayerischen Demografie fordert.
Fünf CSU-Leitlinien. Fünfmal Widerspruch.
Kittenrainer regiert nicht im Sinne seiner Partei – er regiert im Sinne seiner selbst.

Wie die Lokalzeitung dieses Klima eher befördert als hinterfragt, zeigt die Merkur-Analyse. Auch der Redaktionsleiter des Merkur agiert im eigenen Interesse, wie die Stellungnahme zu seiner Kolumne zeigt.