28 Tage – und alles, was wir prophezeit haben, ist eingetreten

Am 20. Februar 2026 gingen wir online. Heute, genau 28 Tage später, ziehen wir eine erste Bilanz. Nicht weil wir feiern wollen – sondern weil die Realität uns in jedem Punkt bestätigt hat. Die Wasseraffäre wurde aufgedeckt. Die Machenschaften der Selbstbegünstigung liegen offen. Und statt die Fakten anzuerkennen, jagt ein ganzes Dorf nach dem Urheber. Wir bleiben.

28 Tage online
2 Enthüllungen zur Wasseraffäre
980.000 € Öffentliche Mittel, privater Nutzen
Was wir gesagt haben – was eingetreten ist

Wir haben uns keine Szenarien ausgedacht. Wir haben beschrieben, was wir sahen. Und die Wirklichkeit hat uns in jedem Punkt bestätigt.

Unsere Prognose
Eingetreten
Der Vize-Bürgermeister sitzt auf beiden Seiten des Tisches – als Gemeindemandat und als Nutzniesser der Maßnahme
Bestätigt 980.000 Euro Steuergeld für Wasserleitung, deren Hauptnutzer das Unternehmen von Egidius Stadler ist — Wasseraffäre Teil I
Statt Aufklärung wird Gegenwehr kommen – man wird den Boten angreifen, nicht die Botschaft
Bestätigt Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei, IT-Spezialisten auf Urheber-Jagd, öffentliche Ressourcen für die Suche
Die lokalen Medien werden nicht unabhängig berichten – Establishment-Schutz vor journalistischer Kontrolle
Bestätigt Merkur-Reporter nutzt Starkbierfest als Plattform für Angriffe auf uns — kein Wort zur Wasseraffäre, kein Wort zu den Fakten
Das Einsichtsrecht der Bürger wird nicht aktiv gefördert – Transparenz bleibt Bringschuld
Bestätigt Rechenschaftsberichte 2020–2023 mussten aktiv eingefordert werden — Ihr Recht auf Information
Die Anonymität wird als Angriffspunkt genutzt – Wer hat das geschrieben? ist die Ablenkungsfrage
Bestätigt Ganze IT-Kapazitäten, Polizeiressourcen und öffentlicher Druck für die Urheberfrage — aber keine einzige Antwort auf die Inhalte
Die Jagd auf den Urheber: Öffentliche Mittel für private Rache

Was folgte auf unsere Veröffentlichungen, war bezeichnend. Nicht Aufklärung. Nicht Transparenz. Nicht ein einziges sachliches Gegenargument zu den Fakten rund um die Wasseraffäre. Stattdessen: Jagd.

Dokumentiert: Statt Fakten zu entkräften
  • Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei — der Bürgermeister einer Gemeinde mit klammen Finanzen investiert öffentliche Polizeiressourcen in die Suche nach einem Journalisten
  • IT-Spezialist Klaus Weilbach ist nach Informationen, die uns erreichen, in die Analyse eingebunden — Fachwissen, das dem Gemeinwohl dienen könnte, wird für die Urheberjagd eingesetzt
  • Dominik Tews, ebenfalls mit IT-Expertise, soll nach übereinstimmenden Berichten aktiv an der Identifikation beteiligt sein — anstatt die gemeinschaftlichen Ressourcen sinnvoll einzusetzen
  • Ein ganzes Dorf, das sich „gemeinsam stark“ fühlen will — weil man sich allein offenbar wehrlos und ohnmächtig fühlt
„Unter externem Druck tendieren Gruppen zur Wagenburg-Formation: Die Kohäsion nach innen wird verstärkt, abweichende Stimmen werden unterdrückt, und der Fokus verlagert sich von der Problemlösung zur Abwehr der Bedrohungsquelle. Das Ergebnis ist nicht Stärke, sondern kollektive Blindheit.“ Nach Irving Janis, »Victims of Groupthink«, Houghton Mifflin, 1972; Henri Tajfel & John Turner, »Social Identity Theory«, 1979

Die psychologischen Mechanismen dahinter haben wir in unserem Essay über Direkte Demokratie, Groupthink und die Schweigespirale ausführlich analysiert: Kleine Gemeinschaften neigen dazu, soziale Kontrolle an die Stelle demokratischer Kontrolle zu setzen. Das Ergebnis ist keine stärkere Gemeinschaft — es ist eine, die aufhört, aus Fehlern zu lernen.

Bayrischzell: Das Schweigen hat einen Namen

Am 11. März 2026 berichtete Sebastian Grauvogl im Miesbacher Merkur über das Starkbierfest der Musikkapelle Bayrischzell. Der Artikel trägt einen aufschlussreichen Titel: „Wegen anonymer Kampagne: Starkbierfest Bayrischzell heuer ohne Derblecken.“

Die Musikkapelle hatte das traditionelle politische „Derblecken“ abgesagt — ausdrücklich wegen uns. Musikmeister Hans Thaler begründete das mit einer Aussage, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte:

„Neuerdings werden die Leute offenbar lieber hintenrum im Internet ausgerichtet.“ Hans Thaler, Musikmeister der Musikkapelle Bayrischzell — Merkur, 11.03.2026

Thaler fragte dann, ob es nicht reiche, „was sonst schon alles auf der Welt los ist“. Eine kleine Gemeinde wie Bayrischzell täte besser daran, das Miteinander und die Kameradschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Der vollbesetzte Saal im Klosterhof zur Post applaudierte.

Was hier wirklich passiert ist
  • Das Derblecken — eine uralte bayerische Tradition der politischen Satire — wird abgesagt, weil ein Bürger unbequeme Fakten veröffentlicht hat. Nicht wegen der Fakten. Wegen ihrer Veröffentlichung.
  • Uns ist zu Ohren gekommen, dass Bürgermeister Kittenrainer aktiv darauf hingewirkt hat, dass öffentlich nicht über das Geschehene gesprochen wird. Aus dem Starkbierfest wird ein Schweigebierfest.
  • Bürgermeister Kittenrainer spielte beim Fest die Posaune in der Musikkapelle — „mal nicht die Hauptrolle“, wie der Merkur wohlwollend anmerkt. Eine Gemeinde, die schweigt, ist eben kein Problem. Eine Gemeinde, die redet, schon.
  • Das Ergebnis: Man spricht nicht über 980.000 Euro Steuergelder. Man spricht nicht über den Interessenkonflikt des Vize-Bürgermeisters. Man bejubelt das Schweigen als Kameradschaft.

Es wird immer lächerlicher. Und gleichzeitig immer bezeichnender. Das Derblecken ist eine Tradition, die seit Jahrhunderten erlaubt, dass der Stammtisch dem Bürgermeister die Meinung sagt. Diese Tradition wird jetzt geopfert — damit niemand unbequeme Fragen stellt. Nicht von uns. Vom Bürgermeister selbst.

Fischbachau schaut weg – und der Merkur applaudiert

Am 18. März 2026 erschien im Miesbacher Merkur ein Artikel von Sebastian Grauvogl über das Starkbierfest in Fischbachau. Fastenprediger „Engel Maximus“ — Max Hailer — trat dort zum dritten Mal auf und nahm die Kommunalpolitik aufs Korn. Was dabei passierte, lohnt eine genaue Betrachtung.

Analyse: Merkur-Artikel, 18. März 2026

Der Fastenprediger nutzte seinen Auftritt, um über Fischbachauer Gemeindeprobleme zu sprechen — und das durchaus kritisch. Beim Feuerwehrhaus habe sich die Gemeinde „a bissal verzählt“. Die Hoffnungen auf Millionen durch den Wolfsee-Hallen-Verkauf seien “verpufft”. Der „stillschweigende Verkauf“ eines Parkplatzes gibt Rätsel auf. Das klingt vertraut — genau diese Art von Kritik üben wir über Bayrisczell.

Aber dann kommt der entscheidende Schwenk. Über Bayrischzell, so berichtet Grauvogl, habe Hailer folgendes gesagt:

„Ja sog amoi, schamt sie der ned!“ — und der unbekannte Angreifer solle schleunigst „zambaggln“. Engel Maximus (Max Hailer), Starkbierfest Fischbachau — zitiert nach Merkur, 18.03.2026

Grauvogl berichtet das ohne einen Hauch kritischer Distanz. Er framt es als positives Zeichen: Der Wahlkampf in Fischbachau sei von „gegenseitigem Respekt“ geprägt gewesen — „angesichts der Ereignisse im Nachbarort Bayrischzell“ nur positiv zu bewerten.

Was Grauvogl in seinem Artikel nicht erwähnt:

  • Kein Wort zur Wasseraffäre Sudelfeld und den 980.000 Euro Steuergeldern
  • Kein Wort zum Interessenkonflikt des Vize-Bürgermeisters Egidius Stadler
  • Kein Wort zu den leeren Glasfaser-Versprechen gegenüber den Bürgern
  • Kein Wort zur Presserklärung der Kanzlei IRLE MOSER, die eindeutig dokumentiert, dass unsere Arbeit nichts mit Wahlkampf zu tun hat

Grauvogl hat — wie so häufig — keine Gelegenheit ausgelassen, Wegscheider und Kittenrainer zu stützen. Aber er hat noch immer nicht verstanden, worum es hier geht. Es geht nicht um Wahlen. Es geht nicht um Politik. Es geht um Fakten.

Die Ironie: Wenn ein Fischbachauer Fastenprediger über Gemeindeversagen spricht — „a bissal verzählt“, Millionen „verpufft“, stillschweigende Verkäufe — ist das für den Merkur legitime Kritik und charmante Volkskunst. Wenn wir in Bayrischzell dasselbe in Schriftform tun: „schamt sie der ned“.

Pressekodex-Check — Mögliche Verstöße

Wie der Merkur hier — und nicht zum ersten Mal, wie unsere Analyse der Berichterstattung und die Dokumentation zum Gelben Blatt zeigen — möglicherweise gegen zentrale Grundsätze des Deutschen Presserats verstößt:

  • Ziffer 2 — Sorgfaltspflicht: „Die Wahrheit einer Nachricht darf nicht durch Weglassen wichtiger Informationen verfälscht werden.“ Grauvogl berichtet über eine „anonyme Kampagne“, ohne deren Inhalt — 980.000 Euro Steuergelder, Interessenkonflikt des Vize-Bürgermeisters, belegte Fakten — auch nur zu erwähnen. Die Omission des inhaltlichen Kerns der Berichte ist eine journalistische Verfehlung, die das Bild beim Leser systematisch verzerrt.
  • Ziffer 6 — Trennung von Nachricht und Meinung: Grauvogl berichtet nicht neutral. Er applaudiert dem Angriff auf den Autor mit. Der „kräftige Applaus“ im Bayrischzeller Saal wird als Urteilsbestätigung präsentiert — ohne erkennbare Distanz. Meinung und Berichterstattung werden vermischt, ohne dass dies für den Leser klar erkennbar wäre.
  • Ziffer 2.3 — Anhörungspflicht (Grundsatz audi alteram partem): Bevor über Sachverhalte berichtet wird, die die Interessen bestimmter Personen berühren, ist „in der Regel Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben“. Wurde die Redaktion von Zeller Schmankerl um eine Stellungnahme gebeten? Nach unserer Kenntnis: Nein.
  • Ziffer 13 — Unschuldsvermutung (analog): Grauvogl bezeichnet den Verfasser wiederholt als „anonymer Angreifer“ — eine Formulierung, die Schuld und kriminelle Energie suggeriert, ohne dass dies durch ein Gericht oder eine Behörde festgestellt wurde. Die Polizeianzeige, über die berichtet wird, ist kein Urteil.

Hinweis: Diese Einschätzung gibt unsere journalistische Bewertung wieder. Die mögliche Einleitung eines Beschwerdeverfahrens beim Deutschen Presserat bleibt vorbehalten. Der Pressekodex ist abrufbar unter presserat.de.

Zur Antwort auf „zambaggln“: Nein. Wir packen nicht zusammen. Die Kanzlei IRLE MOSER hat es auf den Punkt gebracht — diese Veröffentlichung steht in keinerlei Zusammenhang mit den Wahlen. Wir sind aus einem einzigen Grund hier: weil Bürger ein Recht auf Transparenz haben.

Wer wir sind – und was wir wollen

Wir sind gekommen, um zu bleiben

I Transparenz
II Bürger
III Demokratie

Wir wollen kein Geld. Wir wollen keine Macht. Wir kandidieren nicht und haben keine politischen Ambitionen. Was wir wollen: faire, transparente Informationen für die Bürger von Bayrischzell und dem Landkreis Miesbach. Wir glauben, dass Demokratie nur existieren kann, wenn es eine kritische Opposition gibt — eine Stimme, die nicht durch Amt, Kameradschaft oder Mediengeflissenheit zum Schweigen gebracht wird. Diese Stimme sind wir.

Die Berliner Medienrechtskanzlei IRLE MOSER hat uns anwaltlich vertreten und in ihrer Presserklärung dokumentiert, welchen Bedrohungen wir ausgesetzt sind — Cyberangriffe, Gewaltandrohungen. Unsere Antwort darauf ist diese Seite. Jeden Tag.

Reichweite: Mehr Menschen als Skifahrer am Sudelfeld

In den ersten 28 Tagen hatte unsere Seite vermutlich mehr Besucher als der Sudelfeld diesen Winter Skifahrer.

Faktencheck: Sudelfeld Winter 2025/26

Der Sudelfeld-Winter 2025/26 gehört nach Medienberichten und Branchenbeobachtung zu den schwächsten der jüngeren Geschichte: massiver Schneemangel, stark eingeschränkter Lifsbetrieb, deutlich verringerte Besucherzahlen. Typische Saisons bringen dem Skigebiet über 200.000 Skitage — in diesem Winter darf man von einem Bruchteil davon ausgehen.

Unsere Besucherzahlen veröffentlichen wir nicht im Detail. Was wir sagen können: Der Vergleich ist plausibel — und er sagt viel über das Informationsbedürfnis der Bürger aus. Am Sudelfeld fehlte der Schnee. Bei uns fehlte es an nichts.

Was als nächstes kommt – und warum es Sie betrifft

Wir haben in 28 Tagen mehr publiziert als manch lokale Redaktion in einem Jahr — und wir haben dabei konsequent auf das gesetzt, was guten Journalismus auszeichnet: belegte Fakten, Quellenangaben, keine Spekulation. Das war erst der Anfang.

Konkret: Was wir für Bürger erarbeiten
  • Rechenschaftsberichte 2020–2023 werden von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer analysiert. Bürger haben ein Recht zu wissen, wohin Steuergelder geflossen sind — und ob die Zahlen stimmen. Stand der Prüfung →
  • Wasseraffäre: offene Rechtsfragen — Waren die Beschlüsse des Gemeinderats zum Wasseranschluss rechtmäßig? Hätte der Vize-Bürgermeister Stadler wegen Befangenheit ausgeschlossen werden müssen? Was bedeutet das für zukünftige Verträge? — Rechtliche Analyse →
  • Glasfaser: Versprechen vs. Realität — Was wurde öffentlich zugesagt? Wie viele Haushalte sind heute tatsächlich angeschlossen? Wir dokumentieren die Lücke zwischen Ankkündigungen und Wirklichkeit.
  • Haushaltsprüfung — Mehrere Bürger haben uns auf Unklarheiten in vergangenen Haushaltsjahren hingewiesen. Wir arbeiten die Übersichten systematisch auf, damit jeder Bürger versteht, wie die Gemeinde wirtschaftet. Haushaltsdaten im Überblick →
  • Landratsamt Miesbach — Mehrere Hinweisgeber haben uns über mögliche Überschneidungen zwischen Gemeindeentscheidungen und Landkreisförderungen informiert. Wir prüfen, recherchieren und veröffentlichen — wenn die Fakten stehen.

Leserbriefe und Hinweise erreichen uns täglich — das Dorf schweigt nicht mehr. Wenn Sie über Vorkommnisse informiert sind, die das Gemeinwohl betreffen: Kontakt aufnehmen. Ihre Anonymität ist garantiert.

Wir werden nicht „zambaggln“. Wir werden nicht schweigen. Wir werden nicht zum Kandidaten. Wir werden weiter veröffentlichen — sachlich, belegt, unbestechlich. Investigativ & sachlich. Zeller Schmankerl.

Kontakt & Presseverteiler Zur Wasseraffäre