Ich bleibe dran – Rechenschaftsberichte Bayrischzell
Eine Erklärung · 11. März 2026
Die Wahl ist vorbei. Die Fragen bleiben. Und ich bleibe dran. Uns liegen die Rechenschaftsberichte der Gemeinde Bayrischzell aus den Jahren 2020 bis 2023 vor. Sie werden derzeit von Wirtschaftsprüfern und einem Rechtsanwalt aufgearbeitet – mit einem einzigen Ziel: den Bürgerinnen und Bürgern ein transparentes, nachvollziehbares Bild zu geben.
Vier Jahre Gemeindefinanzen. Vier Jahre Einnahmen, Ausgaben, Investitionen und Schulden – dokumentiert in den offiziellen Rechenschaftsberichten der Gemeinde Bayrischzell. Diese Berichte liegen uns jetzt vor.
Eine unabhängige Wirtschaftsprüfung und ein Rechtsanwalt arbeiten diese Unterlagen systematisch auf. Nicht um Verdacht zu schüren, sondern um Klarheit zu schaffen. Was wir bereits beim Rechenschaftsbericht 2024 gezeigt haben – dass die Zahlen Fragen aufwerfen, die der Gemeinderat hätte stellen müssen – wird nun auf vier weitere Jahresberichte ausgeweitet.
Investitionen, Vergaben, Kostensteigerungen, Schuldentwicklung und die Verwendung öffentlicher Mittel – abgeglichen mit den Haushaltsdaten, die auch das Haushalts-Dashboard zeigt. Jeder Euro wird nachvollziehbar gemacht.
Die Ergebnisse dieser Prüfung werden wir veröffentlichen – vollständig und für jeden verständlich. Denn öffentliche Gelder verdienen öffentliche Rechenschaft.
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Täglich erreichen uns Zuschriften von Leserinnen und Lesern. Forderungen nach Aufklärung. Hinweise über das Landratsamt. Kritik an der Art und Weise, wie mit öffentlichen Mitteln umgegangen wird. Was auf unserer Leserbriefe-Seite zu lesen ist, ist nur ein Bruchteil dessen, was uns erreicht.
Die Bandbreite der Hinweise reicht von konkreten Zahlen und Dokumenten bis hin zu persönlichen Beobachtungen aus Gemeinderatssitzungen. Menschen schreiben uns, die jahrelang geschwiegen haben – weil sie glaubten, allein zu sein mit ihren Fragen. Sie sind es nicht.
Immer häufiger kommen Hinweise auch aus anderen Gemeinden im Landkreis Miesbach. Unser Aufruf an den gesamten Landkreis zeigt: Das Bedürfnis nach Transparenz endet nicht an der Gemeindegrenze.
Das Landratsamt Miesbach ist als Kommunalaufsichtsbehörde gesetzlich verpflichtet, die Gemeinden zu kontrollieren. Wir erwarten, dass diese Prüfung sorgfältig und transparent erfolgt – und dass dabei nicht politische Interessen im Vordergrund stehen.
Was wir in der Wasseraffäre dokumentiert haben – offene Fragen zu Eigentümerstrukturen, Kosten und Zuständigkeiten – wartet bis heute auf eine klare Antwort der Aufsichtsbehörde. Das ist nicht akzeptabel. Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, ob mit ihrem Geld ordnungsgemäß umgegangen wurde.
Das Landratsamt muss prüfen – gründlich, unparteiisch und nachvollziehbar. Keine Gefälligkeitsgutachten. Keine Verzögerungstaktik. Keine politische Rücksichtnahme. Die Bürger verdienen Antworten – keine Ausreden.
Diese Seite ist unabhängig. Wir gehören keiner Partei an, vertreten keine Fraktion und stehen auf keiner Wahlliste. Wir haben kein wirtschaftliches Interesse, keine Werbekunden und keinen Auftraggeber. Wie die Wahlanalyse gezeigt hat: Ein Wahlergebnis beantwortet keine Sachfragen.
Wir werden nicht aufhören, uns für Transparenz einzusetzen. Erst recht nicht, wenn es um Steuergelder im Millionenbereich geht – Geld, das verschwendet und in Teilen rechtswidrig verwendet wurde. Geld, für das jeder normale Mensch hart arbeiten muss. Jeder einzelne Euro, der in fragwürdige Projekte geflossen ist, fehlt an anderer Stelle: bei der Infrastruktur, bei der Kinderbetreuung, bei den Gebühren, die jeder Haushalt zahlt.
Wir setzen darauf, dass mit der geschaffenen Transparenz jede Bürgerin und jeder Bürger sich selbst eine Meinung bilden kann. Nicht unsere Meinung – Ihre eigene. Auf Basis von Zahlen, Fakten und Dokumenten, die wir öffentlich zugänglich machen.
Wenn Sie Missstände beobachten – melden Sie sie. Beim Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF), bei der Regierung von Oberbayern – oder bei ganz konkreten Veruntreuungen im Bereich ab 100.000 € direkt bei der Staatsanwaltschaft München II. Oder bei uns. Jeder Hinweis wird vertraulich behandelt, jede Quelle geschützt. Wir verstehen besser als die meisten, warum Anonymität manchmal der einzige Schutz ist.
Ich bleibe dran. Bleiben Sie es auch.
Hinweis senden • Leserbriefe lesen • Landkreis-Hinweise • Zangenfeind ist Landrat • Warum Bayern ein Transparenzgesetz braucht
Diese Erklärung ist eine persönliche Stellungnahme des Betreibers dieser Seite. Die Prüfung der Rechenschaftsberichte 2020–2023 läuft. Ergebnisse werden nach Abschluss vollständig veröffentlicht.