Exklusiv: Die Sudelfeld-Wende
1. April 2026, 06:00 Uhr · Lesezeit: 22 Min.
© Hansi Heckmair 2026
Solarstrom statt Schneekanonen, Brunnenbohrung am Berg, Satelliten-Internet für das Oberland, ein Weißwurst-Gipfel beim Stangelwirt, Grüße von René Benko, ein KI-Schneekanonen-Zentrum mit zwei Arbeitsplätzen, Saudi-Investoren im Kloo-Ascher-Tal – und am Ende eine Reise nach Belize: Zeller Schmankerl dokumentiert exklusiv die Woche, in der am Sudelfeld kein Stein auf dem anderen blieb.
Bayrischzell – Was sich in den vergangenen 72 Stunden im Umfeld des Skigebiets Sudelfeld abgespielt hat, lässt sich nur als tektonische Verschiebung in der kommunalpolitischen Landschaft des Landkreises Miesbach beschreiben. Zeller Schmankerl kann nach umfangreicher Recherche, Einsicht in interne Dokumente und Gesprächen mit mehreren Beteiligten erstmals das vollständige Bild nachzeichnen – ein Bild, das selbst die erfahrensten Kenner kommunalpolitischer Konstellationen im Oberland fassungslos zurücklässt.
Am Mittwochabend, dem 25. März, verschickte die Pletzer Alpin Bergbahnen Beteiligungs GmbH – seit November 2024 alleinige Eigentümerin der Beteiligungsgesellschaft Sudelfeld mbH und, wie erst jetzt bekannt wurde, seit Februar 2026 auch neue Eigentümerin der Egid Stadler Landwirtschaft GbR – eine als „vertraulich“ gekennzeichnete Pressemitteilung an ausgewählte Medienvertreter. Die Übernahme des Stadler’schen Agrarbetriebs, der „hervorragend ins Portfolio“ passe, sei laut Pletzer-Sprecher „ein strategischer Baustein für die ganzheitliche Entwicklung des Sudelfeld-Areals“. Insbesondere der traditionsreiche Acherhof, der in den vergangenen Jahren an Glanz verloren habe, solle unter Pletzer-Regie „zu neuem Leben erweckt“ und als „Premium-Almerlebnis mit ganzjährigem Gastronomiebetrieb“ positioniert werden. Ein Pletzer-Sprecher betonte, man schätze die bereits erfolgten Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde außerordentlich – insbesondere den umfangreichen Straßenbau der vergangenen Jahre. „Die Erschließung des Acherhofs ist dank der neuen Straßen bereits gesichert. Das war ein wesentlicher Faktor für unsere Investitionsentscheidung.“ Selbst wenn einzelne Höfe noch Modernisierungsbedarf hätten, sei die grundlegende Anbindung „auf Jahrzehnte hinaus gewährleistet“. Vizebürgermeister Stadler, der den Verkauf seines eigenen landwirtschaftlichen Betriebs an den Arbeitgeber, dessen Geschäftsführer er gleichzeitig ist, auf Nachfrage als „rein private Angelegenheit“ bezeichnete, sah „keinerlei Berührungspunkte mit meiner kommunalpolitischen Tätigkeit“. Doch die eigentliche Nachricht des Abends war eine andere: Pletzer kündigt an, den Skibetrieb am Sudelfeld zum Ende der Saison 2026/27 vollständig einzustellen und die gesamte Südhangfläche in einen alpinen Photovoltaik-Park umzuwandeln.
Sonnenstrom statt Schneekanonen: „SudelfeldSOLAR“
Das Projekt trägt den Namen „SudelfeldSOLAR – Bayerns höchstes Sonnenkraftwerk“ und sieht die Installation von 47.000 bifazialen Solarmodulen auf einer Fläche von 23,7 Hektar vor. Die Module sollen auf den bestehenden Liftfundamenten und Schneekanonen-Sockeln montiert werden, was laut Pletzer „erhebliche Einsparungen bei der Fundamentierung“ ermöglicht. Die prognostizierte Jahresleistung: 38,4 GWh – genug, um den gesamten Landkreis Miesbach theoretisch an 84 Tagen im Jahr mit Strom zu versorgen.
Neben der bestehenden Infrastruktur am Sudelfeld sei es besonders die hochalpine Lage und die fehlende umliegende Bebauung, die das Gebiet für einen Solarpark prädestiniere, erklärte Dr. Manfred Pletzer gegenüber der Tiroler Kronen Zeitung. Die Südhanglage biete eine „außergewöhnlich hohe solare Einstrahlung“, und die kühlen Temperaturen in der Höhe steigerten den Wirkungsgrad der Module um bis zu 12 Prozent gegenüber Flachlandanlagen. Auch naturschutzrechtlich sehe man keine Hürden: Das Skigebiet sei bereits als Sportstätte gewidmet, der Eingriff in die Landschaft durch Jahrzehnte des Skibetriebs längst erfolgt, und relevante Schutzgebiete befänden sich außerhalb der geplanten Modulflächen. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr konstruktive Erfahrungen mit den zuständigen Behörden gemacht“, so Dr. Pletzer. „Die Genehmigungsbehörden im Landkreis Miesbach unterstützen Investitionen kooperativ und lösungsorientiert – das schätzen wir als Unternehmen sehr.“
Die wirtschaftliche Begründung fällt nüchtern aus: Die Beschneiungskosten am Sudelfeld seien in den letzten fünf Jahren um 214 Prozent gestiegen, während die Schneesicherheit unter 1.200 Metern laut einer hauseigenen Klimaanalyse „nicht mehr gegeben“ sei. Die bestehende Wasserinfrastruktur – einschließlich der 2024 aus dem Berghütten-Sonderprogramm finanzierten 867.319-Euro-Wasserleitung – soll für die Modulkühlung im Hochsommer umgewidmet werden. „Gott sei Dank“, so ein Pletzer-Sprecher mit einem Anflug von Ironie, „sind die Wasserkosten in Bayrischzell ja ausgesprochen günstig.“
Pikant am Rande: Den Auftrag für die Elektroinstallation des Solarparks hat Lukas Bucher, Inhaber eines der führenden Elektrobetriebe der Region, abgelehnt. Auf Nachfrage erklärte Bucher knapp: „Ich will mir da nichts nachsagen lassen.“ Mehr war dem Unternehmer nicht zu entlocken.
Patentierte Propeller-Produktion: Pletzers Paradox-Kanone filtert Flocken aus der Luft
Parallel zum Solarpark präsentierte die neu gegründete AlpineAero Precipitation Technologies GmbH (Wörgl, Firmenbuch Januar 2026) den Prototypen der „CryoHarvest AH-1“: eine Beschneiungsanlage, die mittels Peltier-Elementen und Nanomembranen Luftfeuchtigkeit direkt aus der Atmosphäre extrahiert und als Kunstschnee versprüht. Laut Chefentwickler DI Steinlechner benötige sie nur 10 Prozent des Frischwassers einer herkömmlichen Schneekanone. Pilottest am Sudelfeld: Saison 2026/27 – auf dem Hang, der danach Solarpark wird. Pletzer dazu: „Das Sudelfeld ist das Labor, die Welt ist der Markt.“
Technische Details & KI-Beschneiung aufklappen
Das Funktionsprinzip: Hocheffiziente Peltier-Elemente und hydrophile Nanomembranen extrahieren Luftfeuchtigkeit, kondensieren sie in einem Druckkammersystem und versprühen das gewonnene Wasser über Nukleatordüsen als Kunstschnee. „Wir nehmen der Luft die Feuchtigkeit und geben sie dem Berg als Schnee zurück – das ist kein Wasserverbrauch, das ist ein Wasserkreislauf“, so Steinlechner. Auf die Frage, ob das Entziehen von Feuchtigkeit aus der Alpenluft nicht die Niederschlagsbildung beeinträchtige: „Das adressieren wir in Phase drei der klinischen – äh, technischen – Erprobung.“
Parallel entsteht das „Alpine AI Snow Lab“, Europas erstes KI-gestütztes Schneekanonen-Entwicklungszentrum. Die KI erkennt per Satellitenbildanalyse, wann natürlicher Schneefall einsetzt, und aktiviert die Beschneiung exakt dann – Energieeinsparung laut Steinlechner: „bis zu 87 Prozent“. Langfristig soll sogar Beschneiung im Sommer möglich werden. Pletzer: „Wenn wir das Hochwasser aus dem Inn als Schnee auf den Berg schießen, haben wir das Hochwasserproblem in Tirol und das Wasserproblem in Bayrischzell gleichzeitig gelöst.“
Künstliche Klugheit für künstlichen Schnee: Das Robotik-Zentrum Bayrischzell
Das neue Robotik-Zentrum, das in einer umgewidmeten Scheune am Ortsrand entstehen soll, wird laut Pletzer zwei neue Arbeitsplätze schaffen. Die Position Marketing und Vertrieb wurde bereits an die langjährige Lebensgefährtin von Josef Acher vergeben, der als ehemaliger Betreiber des Acherhofs beste Kontakte in die alpine Gastronomie- und Tourismusszene mitbringe. „Eine naheliegendere Besetzung gibt es nicht“, so ein Pletzer-Sprecher. Die IT-Abteilung – eine Ein-Mann-Abteilung, um genau zu sein – soll Klaus Weilbach leiten, der im Ort als langjähriger IT-Spezialist bekannt ist. Weilbach, so sagt man sich in Bayrischzell nicht ohne Respekt, sei es über Jahre gewohnt, auch mit minimaler Bandbreite Außergewöhnliches zu leisten, und habe – in einem Akt bemerkenswerter Selbstlosigkeit – auf seinen eigenen Glasfaseranschluss verzichtet, nachdem Bürgermeister Kittenrainer mit „absoluter Weitsicht“ bereits Glasfaser an seinen Hof hatte legen lassen. „Der Klaus sagt immer: Wozu brauch’ ich Glasfaser, wenn der Georg schon eine hat? Da fahr’ ich halt rüber“, berichtet ein Nachbar. Dass genau dieser Glasfaseranschluss am Hof des Bürgermeisters nun einer der Gründe sein soll, warum internationale Investoren Bayrischzell als Hightech-Standort ins Auge fassen (siehe unten), verleiht Kittenrainers Infrastrukturentscheidung im Nachhinein eine geradezu visionäre Qualität.
Brunnen-Bohrung am Berg: Geologe bestätigt – das Wasser versickert nach Süden
Ein 87-seitiges Gutachten von Prof. Dr. Friedrich Grundstein (LMU München) belegt: Das Grundwasser am Sudelfeld versickert nicht ins Tal, sondern durch eine Karstspalte nach Südosten ins Leitzachtal. Das erklärt den Pegelrückgang von 1,26 Metern seit 2014.
Gutachten-Details aufklappen
Das Gutachten wurde im Dezember 2025 in Auftrag gegeben. Prof. Grundstein (Lehrstuhl für Angewandte Geologie und Hydrogeologie): „Die Hauptabflussrichtung des oberflächennahen Grundwassers folgt nicht der topographischen Oberfläche, sondern einer tief liegenden geologischen Störungszone, die sich auf Höhe des Speichersees gabelt.“
Vereinfacht: Das Wasser, das am Sudelfeld in den Boden gelangt – durch Niederschlag, Schneeschmelze oder Beschneiung – fließt unterirdisch nicht nach Bayrischzell, sondern verschwindet durch eine geologische Rinne auf die andere Seite des Bergrückens. Die Entnahme für die Beschneiung entzieht dem System mehr Wasser, als nachfließt – und was nachfließt, versickert in die falsche Richtung.
Warum das Wasser bergauf gepumpt werden muss
Auf den ersten Blick erscheint die Lösung trivial: Wenn das Wasser am Sudelfeld verschwindet, muss man es eben auffangen und ins Tal leiten. Doch die Topographie macht einen Strich durch diese Rechnung. Zwischen dem Speichersee auf der Nordseite des Sudelfeld-Kamms und dem Tal von Bayrischzell liegt ein Geländerücken – die sogenannte Grafenbergalpe-Schwelle –, die rund 40 Meter über dem Niveau des Speichersees liegt. Das Wasser müsste also zunächst bergauf über diese Schwelle gepumpt werden, bevor es auf der Nordseite gravitationsbedingt nach Bayrischzell abfließen kann. Das folgende Schaubild verdeutlicht die Situation – denn ja, es klingt absurd, dass man Wasser am Berg bergauf pumpen muss, damit es bergab ins Tal fließen kann. Aber genau so ist die Geologie.
Quelle: Eigene Darstellung nach Grundstein (2025), „Hydrogeologische Bewertung der Grundwasserverhältnisse im Bereich Sudelfeld-Bergstation“, LMU München, S. 43.
Prof. Grundstein empfiehlt in seinem Gutachten die Errichtung eines Schöpfbrunnens am Fuß des Speichersees, der das versickernde Grundwasser auffängt, bevor es in der Karstspalte verschwindet. Von dort soll eine Druckleitung das Wasser über die Grafenbergalpe-Schwelle auf die Nordseite pumpen, wo es dann gravitationsbedingt – also ohne weitere Energiezufuhr – über eine konventionelle Fallleitung nach Bayrischzell fließen kann. Die Förderhöhe beträgt 40 Meter, die benötigte Pumpleistung liegt bei etwa 22 kW – eine vergleichsweise geringe Last, die, so die elegante Pointe des gesamten Konstrukts, vollständig durch den geplanten Solarpark am Südhang gedeckt werden soll.
Dr. Pletzer bestätigte gegenüber Zeller Schmankerl, dass die Pletzer Alpin Bergbahnen Beteiligungs GmbH den Strom für das Pumpwerk dauerhaft und kostenlos zur Verfügung stellen werde. „Es ist das Mindeste, was wir tun können“, sagte er. „Wir haben jahrzehntelang Wasser aus diesem Berg geholt. Jetzt geben wir ihm die Energie zurück, es sich selbst zu versorgen.“
- Grundwasserpegel Bergstation: −1,26 m seit Messbeginn 2014
- Wasserunterhaltungskosten 2024: +312 % über Budget (Rechenschaftsbericht)
- Sudelfeld-Wasserleitung: 867.319 € aus Berghütten-Sonderprogramm
- Schneekanonenverbrauch 2024/25: ca. 48.000 m³ (Schätzung)
- Versickerungsverlust lt. Gutachten Grundstein: bis zu 73 % des infiltrierten Wassers
- Geplante Pumpwerk-Leistung: 22 kW, vollständig solar gespeist
Pletzers überraschende Philanthropie: Privater Tiefbrunnen für die Gemeinde
Über das Solarprojekt und das kostenlose Pumpwerk hinaus kündigte Pletzer Alpin in einem bemerkenswerten Schritt die vollständige Finanzierung eines zusätzlichen Tiefbrunnens für die Gemeinde Bayrischzell an. Die Kosten – geschätzt auf 1,2 Millionen Euro – will das Unternehmen als „freiwillige Infrastrukturspende“ tragen.
Dr. Pletzer begründete den Schritt gegenüber der Kronen Zeitung mit den Worten: „Wir haben die Berichterstattung zur Wasserproblematik in den vergangenen Wochen sehr aufmerksam verfolgt. Die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sind berechtigt. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt.“ Der neue Brunnen soll im Talbereich südwestlich des Ortskerns errichtet werden und eine Kapazität von 15 Litern pro Sekunde haben – deutlich mehr als die bisherigen Quellen.
Vizebürgermeister Egid Stadler, der das Projekt in seiner Doppelrolle als Bergbahnen-Geschäftsführer eigentlich hätte begleiten sollen, wurde nach eigenen Angaben „erst aus der Zeitung“ von der Brunnenspende informiert. Auf Nachfrage teilte er mit, dies sei „ein starkes Signal“ und er begrüße „jede Initiative, die unsere Wasserversorgung stärkt“.
Kittenrainers Karriere-Kehre: Consultant-Coup knapp abgelehnt
Im Zuge der Recherchen zu den Pletzer-Investitionen stieß Zeller Schmankerl auf ein weiteres bemerkenswertes Detail: Nach übereinstimmenden Angaben aus dem Umfeld der Pletzer Holding wurde Bürgermeister Georg Kittenrainer im Februar 2026 ein Angebot als externer Berater für das Projekt SudelfeldSOLAR unterbreitet. Die Position – „Senior Consultant Kommunale Beziehungen Alpenraum“ – sei mit einer jährlichen Vergütung im „mittleren fünfstelligen Bereich“ dotiert gewesen und hätte Kittenrainer eine Nebentätigkeit neben seinem Bürgermeisteramt ermöglicht.
Kittenrainer habe das Angebot nach mehrtägiger Bedenkzeit ausgeschlagen. Gegenüber Vertrauten soll er dies mit den Worten begründet haben: „Ich bleibe meiner Heimat treu. Bayrischzell braucht mich als Bürgermeister, nicht als Berater für ein Tiroler Unternehmen.“ Ein Sprecher der Gemeinde bestätigte auf Nachfrage lediglich, dass der Bürgermeister „keine Nebentätigkeiten“ ausübe. Die Pletzer Holding ließ die Anfrage von Zeller Schmankerl zum Beraterangebot unbeantwortet.
Testamentarischer Triumvirats-Pakt: Drei Männer, ein Vermächtnis
Im Zuge dieser Recherchen stieß Zeller Schmankerl auf ein Dokument, das die Verflechtungen zwischen den drei Hauptakteuren der Sudelfeld-Saga in ein vollkommen neues Licht rückt. Nach Informationen aus dem Umfeld einer Miesbacher Notarkanzlei haben Bürgermeister Georg Kittenrainer, Vizebürgermeister Egid Stadler und Dr. Manfred Pletzer bereits im Herbst 2025 – also Monate vor der Solarparkankündigung – einen gemeinsamen testamentarischen Pakt geschlossen. Demnach haben sich alle drei verpflichtet, ihr gesamtes Privatvermögen nach ihrem Ableben einer gemeinnützigen Stiftung zu vermachen.
Der Name der Stiftung: „Stiftung Ewiges Alpenwasser – Für Mensch, Berg und Schneekanone“. Der Stiftungszweck, der auf einem Bierdeckel ausformuliert sein soll, umfasst nach Informationen von Zeller Schmankerl drei Kernaufgaben: erstens die Errichtung und den dauerhaften Betrieb einer öffentlich zugänglichen, ganzjährig beheizten Panorama-Badewanne auf dem Gipfel des Sudelfelds, gespeist aus dem neuen Tiefbrunnen, beheizt durch den Solarpark und mit einer Wassertemperatur, die von derselben Technologie gesteuert wird, die auch die Schneekanonen von Stadler und seinem Schwager Acher reguliert. Zweitens die Finanzierung eines Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilians-Universität München für das neu zu schaffende Fachgebiet „Alpine Hydro-Politische Konfliktforschung unter besonderer Berücksichtigung kommunaler Befangenheitskonstellationen“. Und drittens – hier wird es persönlich – die Errichtung eines lebensgroßen Bronze-Brunnens auf dem Bayrischzeller Dorfplatz, der exakt 1,26 Meter Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkulieren lässt: „als mahnendes Denkmal für das, was einst im Berg versickerte“, wie es in der Präambel der Stiftungsurkunde heißen soll.
Die drei Stifter sollen das Dokument am 12. Oktober 2025 unterzeichnet haben – bei einem gemeinsamen Abendessen im Acherhof, also auf jenem Hof, den Pletzer wenige Monate später von Stadler erwerben sollte. Stadler, auf den Pakt angesprochen, erklärte: „Wenn drei Männer gemeinsam etwas Gutes tun wollen, dann ist das doch schön. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Kittenrainer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar – warum, erfahren Sie weiter unten. Dr. Pletzer ließ über einen Sprecher mitteilen, er kommentiere „grundsätzlich keine privaten erbrechtlichen Angelegenheiten“, fügte aber hinzu: „Die Badewanne wird großartig.“
Musks mysteriöser Miesbach-Moment: Tesla-Chef erkundet Aquifere – und bringt Antennen mit
Als die Redaktion am Donnerstagmorgen bereits glaubte, die Nachrichtenlage der Woche sei kaum noch zu überbieten, erreichte uns über das Whistleblower-Portal eine Information, deren Überprüfung mehrere Stunden in Anspruch nahm – und die sich nach Rücksprache mit zwei voneinander unabhängigen Quellen als zutreffend erwies.
Demnach hielt sich Elon Musk am Mittwoch, dem 25. März – also am selben Tag, an dem Pletzer die Solarparkpläne verschickte –, für mehrere Stunden im Landkreis Miesbach auf. Konkret soll Musk in Begleitung von drei Mitarbeitern der The Boring Company, seines auf Tunnelbau spezialisierten Unternehmens, eine geologische Erkundungstour im Bereich des Leitzachtals absolviert haben. Ein Landwirt aus der Gemeinde Fischbachau, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, berichtete gegenüber Zeller Schmankerl, er habe „einen großen Amerikaner mit mehreren Begleitern“ gesehen, die mit tragbaren Bodenradargeäten „über die Wiese gegangen“ seien. „Ich hab gedacht, die suchen ein Wasserrohr“, so der Landwirt. „Dann hab ich den auf Twitter – äh, X – gesehen und mir gedacht: Des gibt’s doch net.“
Branchenkenner spekulieren über einen Zusammenhang mit dem seit Monaten kursierenden Gerücht, The Boring Company entwickle eine unterirdische Wassergewinnungstechnologie, die mittels horizontaler Mikrobohrungen Grundwasserleiter anzapfen könne – „ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt“, wie es ein anonymer Ex-Mitarbeiter gegenüber dem Tech-Portal The Verge formuliert haben soll. Die Technologie, so das Gerücht, werde derzeit in mehreren Pilotprojekten weltweit getestet.
Doch Musks Verbindung nach Bayrischzell hat offenbar auch eine ganz private Dimension. Wie die Bunte in ihrer Ausgabe vom 26. März unter der Rubrik „Stars & Sternchen im Alpenglühen“ berichtet, soll Musk den Ort auch persönlich wegen der „lokalen Verschwiegenheit“ sehr schätzen. Der Tech-Milliardär, der als einer der meistfotografierten Menschen der Welt kaum noch unbeobachtet eine Tankstelle betreten könne, habe in Bayrischzell „endlich einen Ort gefunden, an dem die Leute ihn in Ruhe lassen“, so die Bunte unter Berufung auf „einen engen Vertrauten“.
Aufmerksam auf den Ort geworden sei Musk durch einen Instagram-Post von Sophia Thomalla. Die Schauspielerin und Moderatorin hatte im Januar 2026 ihre Mutter Simone Thomalla am Set der internationalen Hollywood-Produktion „Im Schatten des Wendelstein Teil 3 – Rückkehr des Frühlings“ besucht, die teilweise in Bayrischzell und Umgebung gedreht wird. Sophia Thomalla postete mehrere Bilder vom verschneiten Ortskern, dem Sudelfeld-Panorama und einem Kaiserschmarrn in der Kaminstubn, versehen mit der Caption: „Mama am Set besucht. Bayrischzell = underrated paradise. Don’t tell anyone 💙🏔“. Der Post erreichte über 340.000 Likes – darunter, wie aufmerksame Follower feststellten, einen von @elonmusk persönlich.
(Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir Sophia Thomalla versehentlich als „die Tochter von Till Lindemann“ bezeichnet. Das ist selbstverständlich falsch. Sophia Thomalla ist die Tochter von Simone Thomalla. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. Die Redaktion hat den betreffenden Praktikanten zu einem klärenden Gespräch gebeten. Herr Linderer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.)
So könnte das Treffen zwischen Elon Musk und Sophia Thomalla in Bayrischzell ausgesehen haben. Die Redaktion weist darauf hin, dass dieses Bild mittels künstlicher Intelligenz erzeugt wurde und kein reales Foto darstellt. Wir hatten leider kein Budget für einen echten Fotografen.
Abb. 2: So hätte es aussehen können – KI-generierte Darstellung eines möglichen Treffens von Elon Musk und Sophia Thomalla vor der Bayrischzeller Dorfkulisse. Keine der abgebildeten Personen war tatsächlich anwesend. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und technisch bedingt. Oder auch nicht.
Bürgermeister Kittenrainer, auf den Musk-Besuch angesprochen, reagierte einsilbig: „Da weiß ich nichts davon.“ Vizebürgermeister Stadler hingegen zeigte sich interessiert: „Wenn der Herr Musk Wasser aus dem Boden holen kann, ohne dass es jemand merkt – dann soll er mal kommen. Wir haben da oben genug Boden.“
Satelliten-Signal für Sudelfeld: Starlink soll Breitbandlücke schließen
Doch Musks Interesse am Landkreis Miesbach beschränkte sich offenbar nicht auf unterirdisches Wasser. Wie Zeller Schmankerl aus dem Umfeld der Gemeindeverwaltung erfuhr, führte ein Musk-Mitarbeiter am selben Tag ein Gespräch mit dem kommunalen Breitbandbeauftragten über die notorisch lückenhafte Internetversorgung in Bayrischzell und den umliegenden Ortsteilen. Gegenstand: die mögliche Ausstattung des Gemeindegebiets mit Starlink-Antennen, Musks satellitengestütztem Breitbandsystem.
Die Idee sei, so eine mit dem Vorgang vertraute Person, die Starlink-Antennen direkt an den geplanten Solarmodulen am Sudelfeld zu befestigen – eine „synergetische Doppelnutzung“, bei der die Solaranlage sowohl den Strom für die Antennen liefert als auch die physische Montagefläche. Bayrischzell, das in mehreren Ortsteilen nach wie vor unter Bandbreiten von weniger als 16 Mbit/s leidet, könnte so auf einen Schlag mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgt werden.
Um den Breitbandausbau zusätzlich zu fördern, hat die Gemeinde ein bemerkenswertes Anreizprogramm aufgelegt: Die ersten 100 Bayrischzeller Haushalte, die einen Starlink-Vertrag abschließen, erhalten kostenlos einen Sudelfeld-Jahrespass für die Sommersaison 2027. Bürgermeister Kittenrainer, der das Programm offenbar persönlich initiiert hat, begründete die Aktion mit den Worten: „Wer schnelles Internet hat, bleibt daheim. Und wer daheim bleibt, soll wenigstens auf den Berg können.“ Die Finanzierung übernehme „selbstverständlich nicht die Gemeinde, sondern ein externer Partner“ – welcher genau, wollte man im Rathaus nicht verraten.
„Tesla liefert die Batterien für den Solarstrom, SpaceX die Satelliten für das Internet, Boring Company die Tunnel für das Wasser“, fasste ein Beobachter das Gesamtkonzept zusammen. „Musk baut Bayrischzell praktisch einmal komplett neu – von oben, von unten und aus dem Orbit.“
Eine Anfrage von Zeller Schmankerl an die Pressestelle von Tesla und SpaceX blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Über den Account @elonmusk auf X erschien jedoch am Donnerstagabend folgender Post:
„Bavaria has incredible groundwater geology. Super underrated. Also: their internet is mass terrible. We can fix both. More soon.“
BAYRISCHZELL TAL
Zu Hause verbinden
Die ersten 100 Haushalte erhalten einen kostenlosen Sudelfeld-Jahrespass für die Sommersaison 2027.
Ab 40 €/Monat für den Service
SUDELFELD
Verbinden auf 1.563 m Höhe
Direkte Antennenmontage an Solarmodulen. Synergetische Doppelnutzung – Strom und Internet aus einer Fläche.
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Geheimgipfel beim Stangelwirt: Weißwurst-Diplomatie auf höchster Ebene
Die politische Absicherung des gesamten Sudelfeld-Projekts erfolgte auf höchster Ebene. Wie Zeller Schmankerl aus Verhandlungskreisen erfuhr, fand bereits am Dienstag, dem 24. März, ein vertrauliches Dreiergipfeltreffen zwischen dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), Bürgermeister Georg Kittenrainer und Landtagspräsidentin Ilse Aigner beim Stangelwirt zum Weißwurst-Frühstück statt. Offizieller Anlass war ein „informeller Austausch über grenzüberschreitende Infrastrukturthemen“. Der Stangelwirt, so eine Quelle, sei „bewusst auf österreichischer Seite gewählt worden, um die bayerische Kommunalaufsicht nicht unnötig zu beunruhigen“.
Bemerkenswert ist das Begleitpersonal, das bei dem Treffen gesichtet wurde. Als naher Berater von Landeshauptmann Mattle nahm der Multi-Unternehmer Stohr teil, der im Alpenraum in den Bereichen Holzverarbeitung und Bioenergie aktiv ist. Stohr soll im Rahmen des Treffens die verbindliche Zusage erhalten haben, dass die Gemeinde Bayrischzell seinem Unternehmen Hakizell die Abnahme von 50 Tonnen Hackschnitzel pro Woche garantiert – ein Volumen, das den bisherigen kommunalen Bedarf um ein Vielfaches übersteigt und offenbar für den Betrieb eines geplanten Biomasse-Heizkraftwerks am Sudelfeld vorgesehen ist, das die Solaranlage in den Wintermonaten ergänzen soll.
Im Gegenzug, so die Vereinbarung, gibt Kitzbühel einen Teil seiner Wintergäste an Bayrischzell ab und stellt dem Ort sein gesammeltes Tourismus-Know-how zur Verfügung – ein Arrangement, das in der alpinen Fremdenverkehrswirtschaft bislang ohne Beispiel sein dürfte. „Kitzbühel hat genug Gäste. Bayrischzell hat genug Berge. Das ist eine Win-win-Situation“, kommentierte ein Teilnehmer des Treffens. Ein Zusammenhang mit dem Bergdorf-Projekt, über das in der Region seit Monaten spekuliert wird, bestehe laut allen Beteiligten „selbstverständlich nicht“.
Ebenfalls am Tisch saß Florian Müller, Betreiber einer wachsenden Kette von Gesundheitspraxen im Raum Miesbach, der das Gipfeltreffen offenbar nutzte, um mit Landeshauptmann Mattle über eine Expansion seiner Praxen nach Tirol zu sprechen. Ein Zusammenhang mit dem Bergdorf-Projekt bestehe „selbstverständlich nicht“, so Müller auf Nachfrage. Er habe sich lediglich „für die wunderschöne Aussicht und die hervorragenden Weißwürste“ interessiert.
Benkos Beifall aus der Ferne
Für besonderes Aufsehen in Verhandlungskreisen sorgte ein Grußwort, das den Teilnehmern des Gipfeltreffens verlesen wurde. Absender: René Benko, der Gründer der Signa Holding und ehemaliger Großinvestor im Alpen-Tourismus. Benko, der das Konzept eines integrierten Alpen-Infrastrukturprojekts bereits vor Jahren gemeinsam mit der Aigner Holding entwickelt haben soll, ließ den Anwesenden über einen Vertrauten ausrichten, das Bergdorf-Projekt sei „die Verwirklichung einer Vision, die ich seit langem teile“. Er könne diese Vision derzeit „aus geschäftlichen Gründen“ leider nicht persönlich begleiten, sende aber „die besten Grüße aus Wien“ und wünsche „viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung“.
Die Redaktion merkt an, dass René Benko in letzter Zeit nicht mehr so oft in Belize gesehen wurde. Was genau er mit „geschäftlichen Gründen“ meinte, wurde nicht weiter erläutert.
Prominente Pläne: Die Eröffnungsparty steht
Obwohl weder die Machbarkeitsstudie abgeschlossen noch eine einzige Baugenehmigung erteilt ist, laufen die Planungen für die feierliche Eröffnung des Gesamtprojekts „SudelfeldSOLAR“ offenbar bereits auf Hochtouren. Wie Zeller Schmankerl aus dem Umfeld der Organisatoren erfuhr, sind für die Eröffnungsgala – vorläufig angesetzt auf den Herbst 2027 – bereits prominente Gäste geladen.
Fest zugesagt haben demnach Lisa Müller, Unternehmerin und bekannte Dressurreiterin aus dem Landkreis, die das Event als „wunderbare Verbindung von Tradition und Innovation“ begrüßt haben soll, sowie Viktoria Swarovski, die österreichische Moderatorin und Erbin der Kristalldynastie, die „als Brückenbauerin zwischen Bayern und Tirol“ eine Festrede halten wolle.
Die Schirmherrschaft über das Gesamtprojekt hat Georg Bromme übernommen, der im Landkreis als langjähriger Naturschutzbeauftragter bekannt ist und 2006 als Einsatzleiter die Jagd auf den Braunbären „Bruno“ – offiziell JJ1 – begleitet hat. Bromme, der seither regelmäßig als Experte für ungewöhnliche Herausforderungen im alpinen Raum herangezogen wird, erklärte: „Damals mussten wir Bayrischzell vor einem Bären schützen. Heute schützen wir es vor dem Wassermangel. Die Methoden ändern sich, der Auftrag bleibt.“ Auf die Frage, ob er Parallelen zwischen der Bruno-Jagd und dem Infrastrukturprojekt sehe, antwortete Bromme: „Beide Male hat uns keiner geglaubt, dass es ernst ist. Bis es dann ernst war.“
Auch Alt-Landrat Jakob Kreidl ließ über sein Büro ausrichten, er freue sich „ganz persönlich und von Herzen“ auf die Eröffnung und werde „selbstverständlich teilnehmen“. Kreidl, der den Landkreis Miesbach von 1996 bis 2014 führte und dessen Amtszeit von der Lokalpresse regelmäßig als „ära der kurzen Wege“ gewürdigt wird, bezeichnete das Projekt als „genau die Art von mutiger Infrastrukturpolitik, die ich immer gefördert habe“. Die Redaktion merkt an, dass gegen Kreidl im Nachgang seiner Amtszeit wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Sparkasse Miesbach-Tegernsee ermittelt wurde.
- Lisa Müller – Unternehmerin und Dressurreiterin, Otterfing
- Viktoria Swarovski – Moderatorin, Festrednerin („Licht, Kristall und Kalkstein“)
- Georg Bromme – Schirmherr, ehem. Einsatzleiter Bärenjagd JJ1
- Alt-Landrat Jakob Kreidl – Ehrengast
- Dr. Manfred Pletzer – Gastgeber
- LH Anton Mattle – Grußwort Land Tirol
- René Benko – angefragt; Teilnahme „aus geschäftlichen Gründen“ derzeit offen
„Ich musste es jemandem sagen“: Kittenrainers kryptische Kirchenvisite
Doch die eigentliche Erschütterung erreichte Bayrischzell nicht aus Tirol, nicht aus Innsbruck, nicht aus dem Silicon Valley und nicht vom Stangelwirt, sondern aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schliersee.
Nach Informationen von Zeller Schmankerl suchte Bürgermeister Georg Kittenrainer am vergangenen Sonntagabend – wenige Stunden nach der Veröffentlichung der Solarparkpläne, einen Tag nach seiner angeblichen Ablehnung des Pletzer-Beratervertrags und nur vier Tage nach dem Weißwurst-Gipfel beim Stangelwirt – den evangelischen Pfarrer der Christuskirche Schliersee auf und legte dort eine Art persönliches Geständnis ab. Über den genauen Inhalt des Gesprächs ist aufgrund der seelsorgerischen Schweigepflicht wenig bekannt; allerdings bestätigte ein Gemeindemitglied, das Kittenrainer beim Verlassen des Pfarrhauses beobachtet haben will, dass der Bürgermeister „sichtlich bewegt“ gewirkt habe und „mindestens eine Dreiviertelstunde“ im Gebäude verbracht habe.
Dass der Bürgermeister einer tiefkatholischen oberbayerischen Gemeinde ausgerechnet einen evangelischen Geistlichen aufsuchte – und dies in einer Nachbargemeinde –, sorgt im Ort für erheblichen Gesprächsstoff. „Beim Pfarrer Meier hätt’ er doch auch hingehen können“, zitiert ein Anwohner die allgemeine Verwunderung. „Aber da kennt ihn halt jeder.“
Gemeinderat Stadler, von Zeller Schmankerl auf den Vorgang angesprochen, reagierte betont nüchtern: „Der Georg ist ein gläubiger Mensch. Wo er betet, ist seine Sache.“ Auf die Nachfrage, ob der Zeitpunkt – unmittelbar nach dem Stangelwirt-Gipfel, den Pletzer-Offerten und der Musk-Sichtung – nicht auffällig sei, antwortete Stadler: „Im Gebirg’ geht man halt zur Kirch’, wenn einen was drückt. Da braucht’s keinen Anlass. Und schon gar keinen Artikel.“
Die evangelische Kirchengemeinde Schliersee teilte auf Anfrage lediglich mit: „Unsere Türen stehen allen Menschen offen, unabhängig von Konfession und Amt.“ Kittenrainer selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Sein Büro verwies auf den Osterurlaub des Bürgermeisters – dessen Ziel, wie sich wenig später herausstellen sollte, eine bemerkenswerte geographische Überraschung bereithielt.
Aigners Aufklärungsauftrag: „Die Sache sauber aufarbeiten“
Während sich die Ereignisse rund um Solarpark, Brunnen, Gipfeltreffen und Beichte noch überschlugen, spielte sich im Landratsamt Miesbach eine Szene ab, die erst im Rückblick ihre volle Brisanz entfaltet. Am vergangenen Donnerstag erschien Landtagspräsidentin Ilse Aigner zu einem Termin im Landratsamt – offiziell, um „die Sache rund um die jüngste Berichterstattung zur Bayrischzeller Wasserversorgung sauber aufzuarbeiten“ und Bürgermeister Kittenrainer, wie es aus Teilnehmerkreisen heißt, „den Rücken zu stärken“.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Treffens wurde dabei allerdings nicht nur über Wassergebühren und Quersubventionierung gesprochen. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt sei die Identifizierung der Betreiber von Zeller Schmankerl gewesen. Das Portal hatte in den vergangenen Wochen durch eine Reihe investigativer Artikel zu den Finanzen des Skigebiets Sudelfeld, zu möglichen Befangenheitskonflikten im Gemeinderat und zur Verwendung öffentlicher Mittel für überregionale Aufmerksamkeit gesorgt – und offenbar auch für erheblichen Unmut in der Lokalpolitik.
Landtagspräsidentin Aigner soll sich in dem Treffen demonstrativ hinter Kittenrainer gestellt haben. Gegenüber den Anwesenden habe sie sinngemäß erklärt: „Der Georg macht das gut. Er schafft das. Er hat mein volles Vertrauen.“ Ein Teilnehmer beschrieb die Atmosphäre als „eine Mischung aus Krisenstab und Aufmunterungsrunde“. Ein anderer ergänzte: „Die Aigner hat gesagt, man müsse jetzt ‚nach vorne schauen und zusammenstehen’. Und dann hat jemand gefragt, ob man nicht einfach herausfinden könne, wer hinter dem Portal steckt. Da wurde es kurz still.“
Auf die Frage, ob es bei dem Treffen konkret um Maßnahmen zur Identifizierung der Zeller-Schmankerl-Redaktion gegangen sei, reagierte ein Sprecher des Landratsamts Miesbach ausweichend: Man kommentiere grundsätzlich keine Inhalte interner Dienstbesprechungen. Pressesprecher Birger Nemitz verwies auf die „allgemeine Zuständigkeit der Kommunalaufsicht für Fragen der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit“ und betonte, dass es „keine operativen Maßnahmen bezüglich einzelner Internetauftritte“ gebe. Die Pressestelle der Landtagspräsidentin teilte mit, Frau Aigner habe „in ihrer Eigenschaft als Stimmkreisabgeordnete und aus persönlicher Verbundenheit mit der Region“ an dem Gespräch teilgenommen. Es habe sich um einen „rein informatorischen Austausch“ gehandelt.
Zeller Schmankerl stellt klar: Sämtliche Recherchen dieses Portals stützen sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Dokumente – Handelsregisterauszüge, Bundesanzeiger-Jahresabschlüsse, Gemeinderatsprotokolle, Rechenschaftsberichte und Antworten auf FragDenStaat-Anfragen. Die Berichterstattung erfolgt im Rahmen der grundgesetzlich geschützten Pressefreiheit (Art. 5 GG).
Kittenrainer verabschiedet sich in den Osterurlaub
Den vorläufigen Höhepunkt dieser außergewöhnlichen Woche bildet eine Beobachtung, deren Brisanz erst im Gesamtkontext der Ereignisse deutlich wird.
Am gestrigen Sonntag, dem 29. März, wurden Bürgermeister Georg Kittenrainer und Landtagspräsidentin Ilse Aigner gemeinsam am Flughafen München gesichtet – und zwar am Check-in-Schalter einer mittelamerikanischen Fluglinie. Nach übereinstimmenden Angaben zweier voneinander unabhängiger Augenzeugen buchten beide einen Flug nach Belize, mit Zwischenstopp in Houston. Kittenrainer soll „einen auffällig großen Koffer“ dabei gehabt haben, Aigner „wirkte entspannt und trug Freizeitkleidung“.
Auf Anfrage von Zeller Schmankerl reagierte das Büro der Landtagspräsidentin am späten Sonntagabend mit einem ungewöhnlich detaillierten Statement:
Dass die Stellungnahme explizit und ungefragt einen Zusammenhang mit „der redaktionellen Tätigkeit einzelner Internetportale“ verneint, wirft Fragen auf. Zeller Schmankerl hatte in seiner Anfrage lediglich nach dem Reisezweck gefragt – weder nach einem möglichen Zusammenhang mit diesem oder einem anderen Portal, noch nach irgendwelchen Betreibern.
Belize, das kleinste Land Zentralamerikas, ist in Fachkreisen unter anderem für sein striktes Bankgeheimnis, die Möglichkeit anonymer Unternehmensgründungen über sogenannte International Business Companies (IBCs) und – #keinauslieferungsabkommen – bekannt. Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass zwischen diesen allgemeinen landeskundlichen Informationen und der privaten Reise von Frau Aigner und Herrn Kittenrainer keinerlei Zusammenhang hergestellt wird und aus Sicht der Redaktion auch keiner besteht.
Ob die zeitliche Nähe zwischen dem abgelehnten Pletzer-Beratungsvertrag, der Beichte beim evangelischen Pfarrer, dem Weißwurst-Gipfel beim Stangelwirt und der Belize-Reise einen sachlichen Zusammenhang hat, ist Gegenstand von Spekulationen, für die es nach Kenntnis der Redaktion keine belastbare Grundlage gibt.
Vizebürgermeister Egid Stadler, der während Kittenrainers Abwesenheit die Amtsgeschäfte führt, erklärte auf Nachfrage: „Der Georg hat gesagt, er braucht mal Abstand. Das versteh’ ich. Ich hab auch schon mal überlegt, einfach wegzufliegen.“ Auf die Nachfrage, ob er wisse, wann der Bürgermeister zurückkehre, antwortete Stadler: „Er hat gesagt, ‚vor der nächsten Gemeinderatssitzung’. Welche genau, hat er nicht gesagt.“
Die nächste reguläre Sitzung des Gemeinderats Bayrischzell ist für den 14. April angesetzt. Auf der vorläufigen Tagesordnung steht unter Punkt 7: „Sachstandsbericht Wasserversorgung – Verschiedenes“.
Saudi-Signale aus dem Stopover: Kittenrainers Investorengespräche auf der Rückreise
Eilmeldung, 31.03.2026, 22:30 Uhr: Kurz vor Veröffentlichung dieses Artikels erreichte die Redaktion eine weitere Information, die das Gesamtbild um eine internationale Dimension erweitert. Nach Angaben einer Person mit direkter Kenntnis des Vorgangs nutzte Bürgermeister Kittenrainer den Zwischenstopp auf seiner Rückreise aus Belize zu Investorengesprächen mit Vertretern eines saudi-arabischen Staatsfonds. Das Treffen soll am Flughafen Houston stattgefunden haben – in der Business Lounge von Terminal E, „zwischen zwei Cappuccini und einem Gate-Wechsel“, wie es die Quelle formulierte.
Gegenstand der Gespräche: das Kloo-Ascher-Tal bei Bayrischzell, das die saudi-arabischen Investoren offenbar als „herausragende Gelegenheit“ betrachten, ein Alpine Resort der Superlative zu errichten. Das Projekt, das intern unter dem Arbeitstitel „Acher Valley Royal Alpine Retreat“ geführt werde, sieht laut den vorliegenden Unterlagen ein Fünf-Sterne-Resort mit 120 Suiten, einem Helipad, einer privaten Gondelbahn und einem 18-Loch-Golfplatz auf 1.200 Metern Höhe vor. Die geschätzten Investitionskosten: 340 Millionen Euro.
Was die Investoren nach Angaben der Quelle besonders beeindruckte, seien die „bemerkenswert kurzen Entscheidungswege von der Politik bis zur Umsetzung“ in Bayrischzell gewesen. „In Saudi-Arabien kennen wir schnelle Genehmigungsverfahren“, soll ein Fondsvertreter gesagt haben. „Aber was uns Herr Kittenrainer über Bayrischzell berichtet hat, übertrifft unsere Erwartungen. Zwischen einer Idee und einem Gemeinderatsbeschluss liegen dort offenbar nur wenige Wochen. Das ist bemerkenswert effizient.“ Kittenrainer soll die Investoren auch darauf hingewiesen haben, dass sein Hof über einen Glasfaseranschluss verfüge – „ein entscheidender Standortvorteil“, wie der Fondsvertreter es ausgedrückt haben soll. „Digitale Infrastruktur ist für uns Grundvoraussetzung. Wenn der Bürgermeister persönlich bereits Glasfaser hat, zeigt das, dass der Ort die Zeichen der Zeit erkannt hat.“ Dass der Glasfaseranschluss bislang ausschließlich am Hof des Bürgermeisters liegt und der Rest der Gemeinde auf Bandbreiten unter 16 Mbit/s angewiesen ist, wurde dem Vernehmen nach nicht thematisiert.
Hanno Achers Rohöl: Wie ein Bayrischzeller die Saudis nach Bayern lockte
Wie die saudi-arabischen Investoren überhaupt auf das Kloo-Ascher-Tal aufmerksam wurden, offenbarte Kittenrainer auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Münchner Flughafen unmittelbar nach seiner Landung aus Houston. Sichtlich bewegt und mit einer Begeisterung, die selbst langjährige Pressevertreter als „ungewohnt emotional“ beschrieben, erklärte der Bürgermeister: „Die Saudis sind auf unsere Region erst durch die starken Rohöl-Verkäufe von Hanno Acher aufmerksam geworden.“ Acher, ein Seelenverwandter des bereits erwähnten Josef Acher und Inhaber einer schönen Abfüllanlage am oberbayerischen Drehkreuz Bayrischzell Bahnhof, vertreibt seit 2023 kaltgepresstes Leinöl, Walnussöl und Hanföl unter der Marke „Achertaler Rohöl – Kaltgepresst aus dem Berg“.
Kittenrainer, der sich bei dieser Stelle seiner Rede kaum noch halten konnte, rief in den Saal: „Dass wir solche Leute hier haben – das ist einfach der Wahnsinn! Der Hanno macht aus einer Abfüllanlage am Bahnhof ein Produkt, das die Saudis nach Bayrischzell bringt. Das muss man sich mal vorstellen!“ Die anwesenden Journalisten berichteten von tobendem Applaus unter den rund fünfzehn Zuhörern, darunter drei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, ein Praktikant des Miesbacher Merkur und Egid Stadler, der sich in der letzten Reihe befand und „enthusiastisch mitklatschte“.
Über das von Kittenrainer eingeforderte Weißwurstfrühstück für die entsandte saudi-arabische Delegation war diese zwar „nicht restlos begeistert“, so eine Quelle – dies tat den geschäftlichen Entwicklungen aber keinen Abbruch. Besonders zu schätzen wüssten die Investoren die Sicherheit und Diskretion in Bayrischzell. Auch die bereits getätigten Infrastrukturinvestitionen hätten Eindruck hinterlassen: „Die Straßen sind hervorragend ausgebaut – sogar zu Adressen, an denen bisher nur Kühe standen“, soll ein Fondsvertreter angemerkt haben. Die Erschließung des Kloo-Ascher-Tals sei „de facto bereits abgeschlossen“, was die Investitionskosten für das Resort „erheblich reduziere“. Selbst Höfe, die noch bauliche Ertüchtigung benötigten, seien dank der neuen Straßen bereits logistisch erschlossen. Zudem habe Kittenrainer hervorgehoben, dass sich die Bevölkerung in einem informellen Stimmungsbild dazu bekannt habe, in den nächsten hundert Jahren nicht auf Wärmepumpen zu setzen – ein Bekenntnis zur Energietradition, das in der Delegation auf großes Wohlwollen gestoßen sei.
Als Kittenrainer anschließend verkündete, dass Hanno Acher zur Feier des Tages ein Sonderkontingent von 500 Kanistern „Achertaler Rohöl Premium Reserve“ – Jahrgangs-Walnussöl in handnummeriertem Drei-Liter-Gebinde – zum Vorzugspreis von 34,90 Euro anbiete, waren die Kanister laut Achers Abfüllanlage innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. Der saudi-arabische Staatsfonds soll allein 200 Kanister geordert haben – „als Gastgeschenke für den nächsten OPEC-Gipfel“, wie ein Sprecher erklärte.
Explorer Hotel wird Personalhaus: Ein Beschluss aus der Zukunft
Die Nachricht von den Saudi-Gesprächen wirft auch ein neues Licht auf eine Entwicklung, die in Bayrischzell bislang nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wurde: Das Explorer Hotel am Ortseingang, dessen Bau seit Monaten stockt und dessen Fertigstellung sich immer weiter verzögert, soll offenbar nicht mehr als Hotel eröffnet werden. Stattdessen wird das Gebäude zum Personalhaus für das geplante Acher Valley Royal Alpine Retreat umgewidmet – eine Entscheidung, die angesichts der „großen Umbrüche in der touristischen Ausrichtung der Gemeinde“, so Vizebürgermeister Stadler, „nur konsequent“ sei.
Besonders bemerkenswert: Ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss zur Umwidmung des Explorer Hotels in ein Personalhaus liegt nach Informationen von Zeller Schmankerl bereits vor – und zwar aus dem Jahr 2019. Der Beschluss, der unter dem Tagesordnungspunkt „Vorsorgende Infrastrukturplanung für zukünftige touristische Großprojekte – Grundsatzbeschluss“ gefasst wurde, ermächtige den Bürgermeister, „bei Bedarf und im Einvernehmen mit dem Investor eine Nutzungsänderung bestehender oder im Bau befindlicher Beherbergungsbetriebe in personalbezogene Unterkünfte vorzunehmen“.
Zeller Schmankerl wird die Entwicklungen weiter beobachten und berichten. Hinweise können vertraulich über unser Whistleblower-Portal eingereicht werden.
Nachtrag der Redaktion, 01.04.2026, 00:01 Uhr: Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns eine weitere Meldung. Demnach soll Egid Stadler in seiner Eigenschaft als kommissarischer Bürgermeister eine Sondersitzung des Gemeinderats für den 32. April einberufen haben. Tagesordnungspunkt 1: „Grundsatzbeschluss über die Einführung einer Seilbahn-Solidaritätsabgabe auf die Grundsteuer B“. Tagesordnungspunkt 2: „Vergabe eines Beratervertrags an The Boring Company für die Erschließung unterirdischer Wasserressourcen – nichtöffentlich“. Tagesordnungspunkt 3: „Genehmigung der Abnahme von 50 Tonnen Hackschnitzel pro Woche – freihändige Vergabe“. Tagesordnungspunkt 4: „Benennung des Alpine AI Snow Lab: Vorschlag ‚Klaus-Weilbach-Innovationszentrum für niedrigbandbreitige Hochtechnologie’“. Tagesordnungspunkt 5: „Letter of Intent mit Saudi-Staatsfonds – Kloo-Ascher-Tal – nichtöffentlich“. Wir konnten diese Informationen nicht unabhängig verifizieren.
April, April!
Dieser Artikel ist ein Aprilscherz. Alle Zitate sind frei erfunden. Keine der genannten Personen hat die zugeschriebenen Aussagen getätigt. Es gibt keinen Solarpark, keine Luft-Schneekanone, kein KI-Schneekanonen-Robotik-Zentrum mit zwei Arbeitsplätzen, kein Geologen-Gutachten, keinen geschenkten Tiefbrunnen, kein Beraterangebot, keinen testamentarischen Dreier-Pakt, keine Panorama-Badewanne auf dem Gipfel, keinen Musk im Leitzachtal, kein Starlink für Bayrischzell, kein Weißwurst-Gipfel beim Stangelwirt, keine Hackschnitzel-Deals, keine Benko-Grüße, keine Beichte beim evangelischen Pfarrer, keine Belize-Reise, keine Saudi-Investoren, kein Alpine Resort im Kloo-Ascher-Tal, keine Hanno-Acher-Rohöl-Kanister und keine Eröffnungsgala mit Viktoria Swarovski. Pletzer hat die Egid Stadler Landwirtschaft nicht gekauft. Der Acherhof bleibt, wie er ist. Das Explorer Hotel wird nach unserem Kenntnisstand ein Hotel. Es gibt keine Hollywood-Produktion namens „Im Schatten des Wendelstein Teil 3“ in Bayrischzell. Sophia Thomalla hat unseres Wissens keinen Kaiserschmarrn in der Dorfwirtschaft gegessen. Georg Bromme hat keine Schirmherrschaft übernommen. Klaus Weilbach leitet unseres Wissens keine IT-Abteilung. Am Sudelfeld steht keine Badewanne. Die Bevölkerung von Bayrischzell hat sich nicht gegen Wärmepumpen ausgesprochen. Und einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2019 für ein Projekt aus dem Jahr 2026 gibt es auch nicht. Der 32. April existiert ebenfalls nicht.
Was allerdings kein Aprilscherz ist:
Die dokumentierte Quersubventionierung des Skigebiets Sudelfeld durch Bayrischzeller Bürgergebühren. Der Grundwasserrückgang von 1,26 Metern an der Bergstation seit 2014. Die 867.319-Euro-Wasserleitung aus dem Berghütten-Sonderprogramm. Die Wasserunterhaltungskosten von 312 Prozent über Budget. Die Doppelrolle des Vizebürgermeisters als Bergbahnen-Geschäftsführer. Die ungeklärten Fragen zur Gebührenkalkulation nach BayKAG. Und die Tatsache, dass es ein anonymes Transparenzportal braucht, damit diese Informationen überhaupt öffentlich werden.
Alle echten Recherchen finden Sie auf zeller-schmankerl.bz